Projektübersicht

Mit der #PeaceBell, einer Friedensglocke gegossen aus Kriegsschrott, möchte die Evangelische Maria-Magdalena-Gemeinde auf dem Mainzer Lerchenberg, gemeinsam mit dem bekannten Sänger und Künstler Michael Patrick Kelly und seinem Projekt, für Frieden werben und Brücken zwischen den Menschen bauen.

Kategorie: Soziales Engagement
Stichworte: Glocke, Frieden, Michael Patrick Kelly
Finanzierungs­zeitraum: 09.04.2020 11:51 Uhr - 30.06.2020 23:59 Uhr
Realisierungs­zeitraum: Mitte / Ende 2020

Worum geht es in diesem Projekt?

Michael Patrick Kelly – bekannt als Sänger und Songwriter sowie durch das TV-Format „Sing meinen Song“ – stellte im November 2018 in der Mainzer Christuskirche die #PeaceBell vor. Zum 100-jährigen Ende des ersten Weltkrieges präsentierte er eine Glocke, die aus eingeschmolzenen Waffen und Kriegsschrott gegossen wurde. Damit kehrte der Künstler den Prozess um, bei dem in beiden Weltkriegen mehr als 150.000 Kirchenglocken gesammelt und eingeschmolzen wurden, um daraus tödliche Waffen herzustellen.
Der Klang der #PeaceBell soll nun - so Michael Patrick Kelly - daran erinnern, wie wichtig Zusammenhalt für eine Gesellschaft ist. In einer Welt voller Aufruhr und Krieg, die sich immer mehr in Extreme spaltet, soll seine Friedensglocke davor warnen, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Oberbürgermeister Michael Ebling hat seit 2018 die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen.
Eine zweite #PeaceBell soll zukünftig auch in der Evangelischen Maria-Magdalena-Gemeinde auf dem Mainzer Lerchenberg läuten. Sie wird am 8. Mai 2020, am 75. Jahrestages des Kriegesendes des Zweiten Weltkrieges, in der Glocken- und Kunstguss-Manufaktur Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher gegossen, diesmal aus Kriegsschrott aus dem Zweiten Weltkrieg.
Auf dem Lerchenberg gibt es aktuell noch keine Glocke und die #PeaceBell bietet die einmalige Chance, endlich auch klanglich im Stadtteil vernehmbar zu werden. Zudem kann die ca. 81cm hohe Bronzeglocke mit ihrer Symbolik auch in den Stadtteil hineinwirken. Zum einen als sicht- und hörbarer Gegenpol zum ehemaligen Munitionsdepot der US-Armee am Ober-Olmer Wald und zum anderen als verbindendes Element zwischen den Bürgerinnen und Bürgern. In Mainz gibt es keinen Stadtteil, der so heterogen ist wie der Lerchenberg. Die #PeaceBell soll daher mit ihrem Klang auch dafür sorgen, dass keine Gräben entstehen, sondern Brücken zwischen den Menschen gebaut werden.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Die #PeaceBell soll für Frieden werben und Brücken zwischen den Menschen bauen. Im Blick sind dabei in erster Linie die BürgerInnen vom Lerchenberg. Der Lerchenberg ist ein sehr heterogener Stadtteil und verfügt laut Sozialraumanalyse der Stadt Mainz über ein großes Spannungspotenzial. Hier leben Menschen mit unterschiedlicher kultureller, religiöser und sozialer Herkunft zusammen. Zudem befindet sich der Stadtteil in einem tiefgreifenden Generationenumbruch und Veränderungsprozess. Für die Menschen dieses Stadtteils erfüllt daher die @PeaceBell einen wichtigen Zweck: „Ich wünsche mir, hier jeden Tag den Glockenklang zu hören, der zum Frieden mahnt und dazu, im Einklang miteinander zu leben“, sagt die Ortsvorsteherin des Lerchenbergs Sissi Westrich.
Wir hoffen allerdings, dass die #PeaceBell auch über die Grenzen des Stadtteils hinaus ihre Wirkung entfalltet. Auch andere Städte planen den Guß einer #PeaceBell, so dass eine überregionale Vernetzung möglich ist. Gemeinsam wollen wir einen Beitrag für ein gelingendes gesellschaftliches Miteinander leisten. Daher hat dieses Projekt alle Menschen im Blick, die sich für Frieden und Versöhnung einsetzen.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Weltweit, aber auch in Deutschland, geben die Stimmen des Hasses, der Intoleranz und der Ausgrenzung immer mehr den Ton an. Wer die #PeaceBell unterstützt, gibt dem Frieden eine Stimme: "Wir wollen den Frieden an die große Glocke hängen!"

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das Geld dient der Finanzierung der #PeaceBell und eines Glockenturms. Die Glocke wird am 8. Mai 2020 gegossen. Im Spätsommer / Herbst planen wir den Bau des Glockenturmes.

Wer steht hinter dem Projekt?

Verantwortlich für das Projekt ist der Kirchenvorstand und der Glockenförderverein Maria Magdalena mit vielen UnterstützerInnen im Stadtteil und der Stadt Mainz, darunter die Ortsvorsteherin Sissi Westrich und OB Michael Ebling.